MIDEM Studie „Europa vor den Wahlen“

MIDEM Studie 2019 “Europa vor den Wahlen”

In der Studie „Europa vor den Wahlen“ des Mercator Forums für Migration und Demokratie analysieren ForscherInnen der NRW School of Governance gemeinsam mit KollegInnen der TU Dresden die Rolle von Migration im Wahlkampf zu den Europawahlen 2019.

Gestern wurde die Studie „Europa vor den Wahlen“ des Mercator Forums für Demokratie, kurz MIDEM, in Dresden vorgestellt. Daran beteiligt sind auch ForscherInnen der NRW School of Governance. Aimie Bouju wirft einen Blick auf den Europawahlkampf in Frankreich. Sprechen Parteien das Thema Zuwanderung im Wahlkampf an und wie tun sie dies? Julia Rakers beantwortet diese Frage im Hinblick auf das Geschehen in den Niederlanden und in Finnland. Leitfrage der Analyse von Simon Gehlhar ist, in welcher Intensität über Migration in der Öffentlichkeit berichtet wird. Dazu nimmt er die Medienberichterstattung in Deutschland, Frankreich und Italien in den Blick. (mehr …)

Studierende vor der Kamera: Medientraining in Köln

Die Studierenden zu Besuch an der Macromedia Hochschule Köln.

Wer im politischen Kontext arbeiten will, von dem wird eine gute Medienkompetenz erwartet. Politische Inhalte und Positionen in den Medien klar und strukturiert zu vermitteln, stand im Fokus des zweitägigen Medientrainings für die Studierenden des Masterstudiengangs “Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung”. Von Matthias Degen, Professor an der Westfälischen Hochschule, erfuhren die Studierenden, auf was es bei der Vermittlung von Inhalten im Medienkontext ankommt.

Der erste Tag startete mit einer Einführung in die Grundlagen des journalistischen Arbeitens. Die Studierenden erfuhren von Professor Degen, wie der typische Alltag eines Journalisten aussieht und konnten daraus Schlussfolgerungen für ihr eigenes späteres Arbeiten ziehen. Anschließend wurden die praktischen Tipps in die Tat umgesetzt. In kurzen Statements sprachen die Studierenden eine vorher festgelegte kontroverse Position in die Kamera ein. (mehr …)

Public Academic Viewing zur Europawahl

Die Studierenden und MitarbeiterInnen verfolgen mit Spannung den Schlagabtausch der Spitzenkandidaten

In gemütlicher Atmosphäre verfolgten Studierende und die MitarbeiterInnen der NRW School das TV-Duell zur Europawahl. Die Spitzenkandidaten der europäischen Konservativen und Sozialdemokraten Manfred Weber und Frans Timmermans diskutierten über Migration, mögliche Koalitionen nach der Wahl sowie über die künftige europäische Außenpolitik.

Zum Auftakt des Abends referierte Dr. Oliver Schwarz über die Besonderheiten der Europawahl. Darüber hinaus präsentierte er erste Forschungsergebnisse, welche seine Studierenden im Rahmen eines Seminars erarbeitet hatten. Ergebnis: Die Europawahl galt lange als “Nebenwahl” mit geringer Wahlbeteiligung. Angesichts des aufflammenden Populismus in Europa und des Brexit, scheint sich dies jedoch zu ändern. Den Umfragen der Studierenden zufolge wird die Wahlbeteiligung dieses Jahr deutlich steigen. (mehr …)

NRW School meets Brussels

NRW School in der NRW-Landesvertretung

Zwei Tage lang standen im Herzen der europäischen Hauptstadt für die Studierenden des Masterstudiengangs „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“ und MitarbeiterInnen der NRW School of Governance zahlreiche spannende Termine auf dem Plan. Zu einer Vielzahl von aktuellen und europäischen Themen sprachen sie mit ExpertInnen aus Politik, Medien und Gesellschaft.

Zum Auftakt informierte sich die Gruppe in der Dependance des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bei Mathias Dubbert, Referatsleiter Europapolitik, über die konkreten Auswirkungen des Brexits auf die deutsche und insbesondere die nordrhein-westfälische Wirtschaft. Schnell wurde deutlich, dass die anhaltende Unsicherheit eine der größten Herausforderungen für die Unternehmen darstellt. (mehr …)

Neue Ausgabe der ZPol (Heft 1/2019). Schwerpunkt: Das europäische Projekt

ZPol 1/2019: Das europäische Projekt

Wie kann das europäische Projekt angesichts einer zunehmenden innereuropäischen ökonomischen Disparität gerettet werden? Und was braucht es, um die Unionsbürger*Innen künftig wieder für die EU begeistern zu können? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die neue Ausgabe der ZPol.

Enthalten sind Aufsätze von Dr. Verena Schäfer-Nerlich, Dr. Frank Gadinger, Elena Simon und Dr. Deniz Anan. Außerdem das Forum mit Essays von Prof. Dr. Wilfried Loth, Prof. Dr. Ludgar Kühnhardt, Mirja Schröder und Helena Weise. Ein Literaturbericht von Carola Westermeister und ein Beitrag von Mirko Tobias Schäfer und Gerwin van Schie in der Rubrik „Lehre und Forschung“. (mehr …)

Bewerben Sie sich jetzt für den berufsbegleitenden Master of Public Policy (MPP)

Bewerben Sie sich jetzt für den berufbegleitenden Master of Public Policy.

Sie arbeiten in einem politischen Schnittstellenbereich, wie Verwaltungen, Parteien, Unternehmen oder Verbänden und möchten sich parallel zu Ihrer Arbeit wissenschaftlich weiterbilden? Dann bewerben Sie sich ab jetzt bis zum 15.07.2019 für den Weiterbildungsstudiengang Master of Public Policy an der NRW School of Governance!

Unser berufsbegleitender Masterstudiengang wurde speziell für akademisch gebildete Entscheidungsträger und Praktiker in politischen Schnittstellenbereichen konzipiert, die sich für anwendungsorientiertes Wissen zu Themen rund um die Public Policy interessieren. Wir freuen uns auf Teilnehmer/innen aus den verschiedensten Berufen und mit unterschiedlicher akademischer Vorbildung (mehr …)

Karl-Rudolf Korte zu Gast bei Markus Lanz

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte zu Gast bei Markus Lanz.

Anlässlich seines neu erschienen Buches „Gesichter der Macht: Über die Gestaltungspotenziale der Bundespräsidenten“ war Professor Dr. Karl-Rudolf Korte zu Gast in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. Neben seinem Buch sprachen Professor Dr. Korte und Markus Lanz über den aktuellen Erfolg der Grünen sowie die politischen Interessen der Gesellschaft.

„Enthusiasmus, Leidenschaft, Gefühle, Zuversicht – das braucht eine Demokratie, auf die wir stolz sein können! Wir haben derzeit zu viele Parteien, die einfach mieses Karma produzieren“, so der Politikwissenschaftler zu Anfang seines Gespräches mit Lanz. Das Bedürfnis nach einer zuversichtlichen Wohlfühlkultur in der Mitte der Gesellschaft sei groß, weswegen die Grünen aktuell in Umfragen so positiv abschneiden. Vor dem Hintergrund einer sich ständig verändernden Welt und der großen wahrgenommenen individuellen Unsicherheit der Menschen werden, so Professor Dr. Korte, keine „Masterpläne“ gefordert, die die Politik als One-Fits-All-Lösung anbietet. Die Bürgerinnen und Bürger belohnen heute eher das intelligente und kritische Fragestellen vor dem Hintergrund eines “moralischen Abrüstens”, wie die Grünen es aktuell verkörpern. (mehr …)

Isabelle Borucki bei Phoenix zum Bundeskongress der linksjugend

Dr. Isabelle Borucki zu Gast bei Phoenix.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Bundeskongresses der linksjugend sprach Dr. Isabelle Borucki über die politischen Leitlinien und Positionen der Jugendorganisation der Linken für das kommende Jahr. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem politischen Programm der linksjugend für die anstehende Europawahl Ende Mai.

Dr. Isabelle Borucki ordnete die politischen Forderungen der linksjugend, ganz typisch für die Jugendorganisationen der großen Parteien, als insgesamt radikaler ein. Die Umsetzung der Forderungen hält sie aufgrund der aktuellen Oppositionsrolle der Linkspartei auf Bundesebene für schwierig und wenig wahrscheinlich. (mehr …)

Vorträge auf der 77th Annual MPSA-Conference

Dr. Kristina Weissenbach auf der 77th Annual MPSA-Conference

Auf der Jahrestagung der Midwest Political Science Association (MPSA) in Chicago diskutierten Dr. Kristina Weissenbach und Dr. Niko Switek die Forschungsergebnisse ihrer Analyse zu den Effekten der Einführung von europäischen Spitzenkandidaten auf den Institutionalisierungsprozess der Europarties. 

Im Rahmen der Europawahlen 2014 nominierten die europäischen Dachparteien das erste Mal Spitzenkandidaten – weshalb sie innerhalb kürzester Zeit innerparteiliche Regeln für die Kandidatenaufstellung finden und ein kohärentes Campaigning mit den nationalen Mitgliedsparteien koordinieren mussten. Haben sich diese Prozesse – kurz vor der Europawahl 2019 – routiniert? Und werden die Europarties inzwischen tatsächlich als geschlossene Institution von Medien und Wählern wahrgenommen?  (mehr …)

Martin Florack im Parlamentsgespräch mit Joachim Gauck

Dr. Martin Florack im Parlamentsgespräch mit Joachim Gauck | Bild: Volker Hartmann/Landtag NRW

Auf Einladung des Präsidenten des Landtags NRW, André Kuper, sprachen der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und Dr. Martin Florack über den Wert der Demokratie in unsicheren Zeiten.

In der voll besetzten Bibliothek des Landtags stellte André Kuper zum 70-jährigen Bestehen des Grundgesetzes die Bedeutung und Stärke der demokratischen Regierungsform, trotz der aktuellen gesellschaftlichen Kritik, heraus. Joachim Gauck führte aus, dass wir in einer wirtschaftlich sehr erfolgreichen Zeit lebten und dadurch der gesellschaftliche Wohlstand so groß sei wie nie. Martin Florack präsentierte passend dazu wissenschaftliche Befunde, die aufzeigen, dass die Skepsis gegenüber der repräsentativen Demokratie und gegenüber den politischen Eliten so alt ist wie die repräsentative Demokratie selbst. Tatsächlich deuteten die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf keine Krise der Demokratie hin, denn die aktuelle Parteiunzufriedenheit ist nicht größer als in den 1960er Jahren. Gauck und Florack waren sich einig, dass die politische Debatte in Deutschland positiver und mit mehr Respekt geführt werden sollte. (mehr …)