Promotionsprogramm der Welker-Stiftung

Welker Stiftung (Logo)Welche Anforderungen an die Parteien sowie das politische System als ganzes stellen neue gesellschaftliche Konfliktlinien? Wie kann das friedliche und tolerante Miteinander in einer von einem weit reichenden Strukturwandel erfassten Region wie dem Ruhrgebiet – vor dem Hintergrund entsprechender Konflikte – gefördert werden? Wie kann man die Qualität der Demokratie durch mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verbessern und somit die Responsivität politischer Institutionen für neue Konflikte verbessern – speziell auf der kommunalen Ebene?

Politik gestaltet sich zunehmend komplexer. Neue und sich kontinuierlich wandelnde Lebenswelten lösen die großen gesellschaftlichen Lager ab. Bestimmte gesellschaftliche Konflikte bleiben bestehen, aber neue bilden sich heraus. Beispielgebend seien nur einige genannt: Die Abkoppelung und Entstehung einer neuen unteren Mittelschicht, die nicht mehr solidarisch sondern oppositionell zu werden drohende Gegenüberstellung von „Jung“ und „Alt“ – bekannt als die demographische Frage – oder auch die teils drohende teils real stattfindende Abkoppelung und Entstehung von Teilgesellschaften, wie Migrations- und Integrationsfragen.

Diese Entwicklungen bedürfen der sozial- und politikwissenschaftlichen Aufarbeitung durch Forschungsvorhaben. Die wissenschaftliche Bearbeitung sollte jedoch nicht nur bestehende Problemlagen in den Blick nehmen, sondern darüber hinaus neu entstehende frühzeitig antizipieren. Die Promovenden der NRW School of Governance sollen mit ihren Promotionsvorhaben hier einen Beitrag leisten.

Die Welker Stiftung fördert daher ab 2008 zwei Stipendiatinnen/Stipendiaten, die sich mit ihren Arbeiten an der Frage nach den neuen gesellschaftlichen Konfliktlinien orientieren.

Stipendiat 2012

Gordian Ezazi, M.A.
„Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft“

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2008/2009

Dipl. Soz.-Wiss. Stefanie Neuffer
„Frauen am Arbeitsmarkt und Prekarität. Zum wechselseitigen Zusammenhang von Familienleitbildern und Frauenerwerbsarbeit“

Stefan Vorderstraße, M.A.
„Der Faktor Zeit in Prozessen politischer Problemverarbeitung: Eine Analyse der Herausforderungen sozialer Gleichzeitigkeit an die Politik in der modernen Gesellschaft“

Hintergrund der Stiftung

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