Politik geht an die Schule

Daniel Zimmermann (Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein) erklärt Schülern, wie eine Partei gegründet wird.

Daniel Zimmermann (Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein) erklärt Schülern, wie eine Partei gegründet wird.

Wie gründet man eine Partei? Wie wählen die Deutschen? Wie werde ich Bundeskanzler? Welche Aufgaben hat ein Landtagsabgeordneter in NRW? Welche Rolle spielen Medien in der Demokratie? Fragen wie diese stehen im Fokus des Qualifizierungsprogramms „Weiterbildung geht an die Schule“ der NRW School of Governance und der Sparda-Bank West. Seit 2009 werden drei Qualifizierungsmodule an Schulen in ganz NRW durchgeführt.

Dabei werden praxisorientierte Qualifizierungsprogramme mit innovativen Methoden für Jugend- und Bildungsarbeit angeboten. Der Politik- und Sozialkundeunterricht der gymnasialen Oberstufe legt die Grundbausteine zur demokratischen und politischen Bildung von Jugendlichen. Doch für die Vertiefung dieser Erkenntnisse und das praxisorientierte „Nachfragen bei Experten“ bleibt kaum Möglichkeit. Die NRW School of Governance bietet  drei aufeinander aufbauende Qualifizierungsmodule an, die diese Vertiefung anhand von Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler leisten. Geleitet werden die Module von den Dozenten der NRW School of Governance, für das „praxisorientierte Nachfragen“ wird in jedem Modul ein Experte aus dem jeweiligen Praxisfeld eingeladen:

Modul 1: „Parteien und Wahlen“
Das Basismodul „Parteien und Wahlen“, als grundlegendes Modul des Qualifizierungsprogramms, widmet sich der Fragestellung „Wie gründe ich eine Partei?“ und „Welche Rolle spielen Parteien im Kontext von Wahlen?“. Es bietet unter der Leitung der Dozierenden der NRW School of Governance und unter Einbezug von Experten aus dem Praxisfeld „Parteien und Wahlen“ (Gründungsmitglieder von Jugendparteien, z.B. PETO) die Möglichkeit, „eigene Parteien zu gründen“ und Partizipationswege für Jugendliche am politischen Prozess in und durch Parteien transparent zu machen und zu diskutieren.

Modul 2: „Politik und Regieren in Deutschland“
Im Vertiefungsmodul I „Politik und Regieren in Deutschland“ spielen die Schülerinnen und Schüler anhand eines Gesetzentwurfs zur Absenkung des Wahlalters den Gesetzgebungsprozess im deutschen politischen System nach. Über das Thema „Wahlalter“ wird der Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler hergestellt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren spielerisch, wer in Deutschland an der Gesetzgebung beteiligt ist, wie diese abläuft und wie die verschiedenen Organe arbeiten. Fragen, die sich im Planspiel ergeben, werden mit einem externen Experten aus der Berufspraxis (z.B. Mitarbeiterin/Mitarbeiter eines MdB) diskutiert und die Gesetzgebung in der Praxis reflektiert.

Modul 3: „Politik und Medien“
Welche Bedeutung haben Medien für die Gesellschaft und in der Politik? Welche Funktionen übernehmen Medien in einer Demokratie und wie gestaltet sich die Medienlandschaft in der Bundesrepublik? Im Vertiefungsmodul II „Politik und Medien“ simulieren die Schülerinnen und Schüler eine Pressekonferenz, um sich diesen Fragestellungen zu nähern. Ihre simulierte Rolle reflektieren die Schülerinnen und Schüler anschließend mit einem Experten aus dem Praxisfeld (z.B. ein Pressereferent eines Ministeriums).

Zielgruppe

Die praxisorientierten Module des Qualifizierungsprogramms „Politik geht an die Schule“ richten sich primär an Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, mit Fokus gymnasiale Oberstufe und Realschule. Der modular variable Aufbau erlaubt jedoch die Durchführung mit allen Schularten.

 

Aus der öffentlichen Berichterstattung des Projekts:

„Wie interessiert man Jugendliche für die Politik?“ (WAZ, 22.11.2016)

Poltikwissenschaftler bringen ihr Wissen unter die Schüler“ (WAZ, 08.11.2016)

An Gesamtschule Süd wurde Politik gemacht wie im Bundestag“ (WAZ, 07.10.2016)

Schülerparteien diskutieren Stadtpolitik“ (WZ, 13.06.2015)

Aktionstag „Politik aktiv erleben“ am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg“ (14.01.2015)

Politik hautnah erleben“ (Lokalkompass)

 

Ansprechpartnerin

Kristina WeissenbachDr. Kristina Weissenbach

Forschungskoordination
Tel.: +49 (0) 203/379– 3742 (Büro)
Mail: kristina.weissenbach@uni-due.de