Karl-Rudolf Korte im ZDF-Spezial: „Protestparteien sind keine Volksparteien“

Karl-Rudolf Korte zu Gast im ZDF-Spezial

Karl-Rudolf Korte zu Gast im ZDF-Spezial

Hat sich die AfD mit ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen bereits als Volkspartei etabliert? Karl-Rudolf Korte hat diese Frage im ZDF-Spezial „Politisches Beben – Deutschland nach den Wahlen“ beantwortet und sieht Protest als Hauptmotiv der meisten Wählerinnen und Wähler. Protestparteien seien jedoch keine Volksparteien, die für etwas sind, sondern vielmehr „Dagegen“-Parteien. Inwiefern die AfD zur Volksparteien avancieren könne, würde sich erst in der zukünftigen partlamentarischen Praxis zeigen.

Er identifizierte die AfD als Sammlungs- und Empörungsbewegung, die Defizite der anderen Parteien aufgedeckt hat und diese Angebotslücke am Wahltag erfolgreich besetzen konnte. Welche Konsequenzen hat dies nun für die etablierten Parteien?

Karl-Rudolf Korte im ZDF Spezial

Karl-Rudolf Korte im Gespräch mit Moderator Matthias Fornoff

Laut Korte sei es nun ratsam, Mehrheiten zu organisieren und unter Umständen auch lagerübergreifen mit drei bis vier Partnern zu koalieren. Dies sei insbesondere mit dem notwendigen Maß an Vertrauen möglich und nicht nur über die Logik thematischer Schnittmengen.

Insgesamt bewertet er die Wahlrergebnisse und die damit einhergehenden Koalitionsmöglichkeiten als Chance, denn es könne ein Vitalisierungsschub für die Demokratie sein. Mögliche Alternativen wie beispielsweise Minderheitsregierungen könnten traditionelle Denkweisen überwinden.

Die komplette Sendung und die Einschätzungen von Karl-Rudolf Korte können Sie sich hier ansehen.

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