Anfeindungen und Gewalt spielen eine ernste Rolle in der politischen Auseinandersetzung. Die Bedrohungslage ist deutlich, das zeigen auch Forschung und aktuelle Studienergebnisse. Betroffen sind Engagierte in der Kommunalpolitik ebenso wie in den anderen Ebenen des föderalen Systems. Doch was macht Politiker*innen stark, trotzdem Politik zu gestalten und resilient zu sein? Und wo besteht weiterhin Handlungsbedarf?
Weil wir dazu keine aktuelle Datengrundlage haben, schaffen wir diese ab April 2026 mit einer von der Professur für Public Policy und Landespolitik (Prof. Dr. Andreas Blätte) durchgeführten Online-Befragung.
Neben dem Ausmaß und den Folgen von Anfeindungen gegen Amts- und Mandatsträger*innen interessieren wir uns auch ausdrücklich für die Anforderungen und Bedarfe zur Resilienzförderung in städtischen und ländlich geprägten Kommunen.Die Kommunalbefragung wird flankiert von einem Datensatz mit Strukturdaten. Hierzu zählen u. a. Informationen zum durchschnittlichen Haushaltseinkommen in einer Kommune, Arbeitslosigkeit, zum Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund oder zur Altersstruktur. Unsere Untersuchung basiert damit auf drei Säulen.
| Bedrohung | Resilienz(bedarfe) | Kontextfaktoren |
| Bedrohungen als Herausforderung bei der Ausübung des Mandats | Mechanismen, die Repräsentant*innen zu Widerstandsfähigkeit und Gegenwehr befähigen | Politische, soziale und ökonomische Strukturdaten der Großstädte |
Die Durchführung der Kommunalbefragung findet im Kontext des Forschungsprojekts „Repräsentation in Bedrohungslagen“ statt. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds „Politische (Un-)Gleichheit in der postmigrantischen Demokratie“ (PoMigDem), das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.
Das Team der Kommunalbefragung

Administrative und konzeptionelle Verantwortung: Prof. Dr. Andreas Blätte und Dr. Merve Schmitz-Vardar
Konzeptionelle Mit-Verantwortung: Laura Dinnebier
Studentische Mitarbeitende: Amelie Bastuck, Jan Niklas Kowalsi, George Nakzi, Kilian Schmitt
Kontakt: kommunalbefragung@uni-due.de
Bisherige Forschungsergebnisse
Für die Kommunalbefragung können wir auf eigene Forschungsarbeiten zurückgreifen, die wir an der NRW-School of Governance seit 2022 durchgeführt haben (u.a. https://nrwschool.de/2022/12/08/kommunalpolitische-repraesentation-und-gesellschaftliche-vielfalt/). Dadurch sind wir auch in ein breites wissenschaftliches und zivilgesellschaftliches Netzwerk eingebunden, das sich mit den Erfahrungen mit und demokratischen Folgen von Bedrohungslagen gegenüber Politiker*innen auseinandersetzt.
Datenschutzkonzept
Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten setzen die gesetzlichen Bestimmungen des Datenschutzes um. Daten werden in pseudonymisierter Form auf einem Server der Universität Duisburg-Essen verschlüsselt gespeichert. Auswertungen erfolgen ohne Rückschlussmöglichkeit auf die einzelne Person. Unsere ausführlichen Datenschutzhinweise können Sie hier aufrufen. Bei Rückfragen zum Datenschutzkonzept steht Ihnen das Team der Kommunalbefragung gerne auch unter der Mailadresse kommunalbefragung@uni-due.de zur Verfügung.

