
Wie redet die Politik – und wie lässt sich politische Sprache analysieren? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Prof. Dr. Andreas Blätte beim Akademietag 2026. Unter dem Titel „Von Moin bis Meme. Sprache macht Gesellschaft“ widmete sich die Veranstaltung der Bedeutung und Wirkung von Sprache in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS), diskutierte Andreas Blätte im Panel „Wie redet die Politik?“ über politische Sprache und Kommunikation. Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Andreas Gardt.
In seinem Eingangsbeitrag machte Blätte deutlich, dass politische Sprache nicht allein als rhetorische Kunst zu verstehen ist. Sie ist vielmehr Ausdruck der Komplexität politischer Prozesse. Themensetzung und Themenvermeidung, strategische Ambiguität und weitere Muster politischer Kommunikation erschließen sich dabei nicht immer unmittelbar – sie können jedoch systematisch analysiert werden.
Genau hier setzt auch die Arbeit an der NRW School of Governance an: Die Analyse politischer Kommunikation und die Vermittlung entsprechender analytischer Kompetenzen sind wichtige Bestandteile von Forschung und Lehre.
Weitere Perspektiven brachte Henning Lobin mit Einblicken in aktuelle Arbeiten des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache in die Diskussion ein. Im Mittelpunkt standen damit nicht nur die Besonderheiten politischer Sprache, sondern auch die Frage, wie Sprache gesellschaftliche und politische Auseinandersetzungen prägt.
Der Akademietag 2026 wurde von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen ausgerichtet. Unter dem Titel „Von Moin bis Meme. Sprache macht Gesellschaft“ brachte die Veranstaltung unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven auf Sprache und Gesellschaft zusammen.
Foto: Marco Bühl

