
Wie steht es um die Demokratie und wie kann politische Bildung dazu beitragen, sie zu stärken? Diesen Fragen widmete sich der Workshop zur „Lage der Demokratie in Nordrhein-Westfalen“. Die Kooperationsveranstaltung der NRW School of Governance und der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen fand bereits zum zweiten Mal in Duisburg statt. Hier trafen Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Demokratie-, Bildungs- und Digitalisierungsforschung und Praktiker:innen der politischen Bildungsarbeit in einem produktiven Dialog aufeinander.
Der Vormittag bot Impulse zu aktuellen Forschungsergebnissen: Im Eröffnungspanel gaben Prof. Dr. Susanne Pickel, Dr. Kristina Weissenbach, Dr. Thomas Goll und Prof. Dr. Sabine Manzel Einblicke in die Rolle von Demokratieunterstützung, partizipativem Vertrauen und der Förderung zentraler Demokratiekompetenzen – innerhalb und außerhalb des schulischen Kontexts. Das zweite Panel rückte Fragen der Demokratiebildung in der digitalen Gesellschaft in den Mittelpunkt. Hier sprachen Prof. Dr. Monika Oberle, Dr. Katharina Gerl, Anne Goldmann und Prof. Dr. Christoph Bieber unter anderem über digitale Medienkompetenz, die Herausforderungen rund um Online-Diskussionen und die Modernisierung demokratischer Wahlen.
Am Nachmittag stand der Wissens- und Erfahrungsaustausch im Vordergrund: In drei thematischen Dialogräumen diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft und Praxis über die Bedeutung der Impulse für die konkrete Bildungsarbeit. Besonderer Dank gilt Robin Richterich und Ali Şirin (Zentrum für Erinnerungskultur Duisburg), Tobias Garcia Ramos (Gesamtschule an der Knappenstraße Oberhausen) und Christiane Dusch (Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen), die Einblicke in ihre Arbeit und ihre Perspektiven auf das Thema gaben.
Den Abschluss bildete eine partizipative Fishbowl-Diskussion, in der Stine Ziegler mit den Teilnehmer:innen der Veranstaltung Fragen nach dem Zusammenhang von politischem Wissen, demokratischem Erleben und Kontroversitätskompetenz im Mittelpunkt erörterte. Auch wurde überlegt, wie Demokratiebildung Menschen Phasen des Lebens erreichen und stärken kann.
Wir danken Dr. Guido Hitze und Dr. Arne Hordt von der Landeszentrale für politische Bildung NRW für die erneut großartige Zusammenarbeit im Rahmen der Veranstaltungsreihe.

