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Politik geht an die Schulen

Das Programm „Politik geht an die Schulen – Demokratie mitgehalten und erleben“ der NRW School of Governance in Kooperation mit der Welker-Stiftung bietet eine praxisnahe Ergänzung zum Politik- und Sozialwissenschaftsunterricht. Seit 2009 ermöglicht es SchülerInnen in der Rhein-Ruhr-Region einen tieferen Einblick in Prozesse demokratischer Entscheidungsfindung, verschiedene Facetten politischer Beteiligung sowie Reflexionen aktueller gesellschaftlicher Transformationsprozesse

Die Module sind individuell kombinierbar, für Schulen kostenlos und werden von der Projektleitung vor Ort durchgeführt. Ziel des Programms ist es, neben der Vermittlung demokratischer Kompetenzen einen praxisorientierten Austausch mit ExpertInnen aus der Politik zu ermöglichen. Das Angebot richtet sich damit an weiterführende Schulen, um politische und gesellschaftliche Themen aus der Lebenswelt der SchülerInnen aufzugreifen und durch den Austausch mit Fachleuten direkt erlebbar zu machen. So werden den SchülerInnen nicht nur Kompetenzen vermittelt, sondern auch eine aktive Teilnahme an demokratischen Diskursen ermöglicht.

Politische Argumente müssen immer wieder auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden. Sich vor eine Schulklasse zu stellen und die eigenen Argumente den Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auszusetzen, ist der ultimative Stabilitätstest.

Martin Lechtape
Landesgeschäftsstelle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW, Pressesprecher und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

Experte aus der Praxis

Jugendbeteiligung jetzt!“ schafft es, jungen Menschen vor Augen zu führen, dass SIE eine eigene Stimme haben und sich selbst für die Gestaltung Ihrer Zukunft einsetzen können und müssen.

Max Lucht
CIVIC, Ansprechpartner und Koordinator für Planspiele und Bildungsprojekte

Experte aus der Praxis

Das Interesse für politische Themen und die Diskussionsfreude, mit der uns die Schülerinnen und Schüler begegnen, beeindrucken und freuen mich während unserer Projekttage jedes Mal aufs Neue – und sie zeigen, dass Jugendliche alles andere als unpolitisch sind. Die Herausforderungen, auf die sie während ihres fiktiven Wahlkampfes in der Schule stoßen, sind häufig sehr realitätsnah, die ein oder andere Einordnung aus meiner politischen Praxis deshalb oft gar nicht weit entfernt.

Stefanie Einheuser
Fraktionsvorsitzende von PETO (Monheim am Rhein)

Expertin aus der Praxis

Begeisterung und Neugierde wecken – das hat dieses Projekt bei allen Schülerinnen und Schülern geschafft. Meine Erwartungen als Praxisexpertin wurden übertroffen – alle haben gemeinsam und respektvoll Positionen erarbeitet, Argumente ausgetauscht, Reden vorgetragen, eine eigene Haltung vertreten und letztlich an konkreten Entscheidungen der Stadt gesellschaftliche und politische Zusammenhänge diskutiert.

Anna-Lena Karl
Mitglied der SPD-Ratsfraktion in der Stadt Gelsenkirchen


Expertin aus der Praxis

Das Projekt „Politik geht an die Schulen“ ist für Schülerinnen und Schüler eine hervorragende Möglichkeit, um Politik nicht nur theoretisch zu erleben. Die Kombination aus Theorie und Praxis bietet dabei eine ausgezeichnete Möglichkeit aufkommende Fragestellungen unmittelbar durch Praxisexperten beantworten zu lassen. Die gelebte Praxisnähe ist ein Alleinstellungsmerkmal für dieses Projekt.

Luca Ducree
Ratsherr der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Essen

Experte aus der Praxis

Unsere Expertise

  • Vertiefung politischer Themen aus dem Lehrplan durch praxisorientierte Module
  • Austausch mit ExpertInnen aus der politischen Praxis 
  • Diskussion aktueller Themen wie Social Media/KI, Veränderungen zivilgesellschaftlichen Engagements, Parteienlandschaften etc.
  • Praxisnahe Erfahrungen durch interaktive Methoden wie Plan- und Rollenspiele und interaktive Gruppendiskussionen 
Weitere Tätigkeiten

Vertiefungsheft Wahlen, Sek. II 
Wochenschau-Verlag

Mitwirkung in Jury des NRW-Schulwettbewerbs zur Europawahl 2024

Unsere Module

Parteien, Wahlen & Wahlkampf – Demokratiegrundlagen in Theorie & Praxis

Das Modul bietet einen umfassenden Einblick in politische Parteien, demokratische Wahlen und die Phase des Wahlkampfs. In Arbeitsgruppen werden Prozesse demokratischer Willensbildung und Entscheidungsprozesse in unserer Demokratie durchlebt, indem ein fiktiver Wahlkampf durchgeführt wird. Die SchülerInnen gründen eigene Parteien, schreiben Wahlprogramme und besetzen politische Spitzenämter. Gemeinsam mit dem/der PraxisexpertIn findet eine umfassende Einordnung und Diskussion statt, die die erlernten theoretischen und praktischen Kompetenzen verknüpft.

  • Digitales Quiz als interaktiver Einstieg 
  • Expertise von PraxisexpertInnen durch die Begleitung aller Module durch PolitikerInnen (meist mit Zuordnung zur Lokal- oder Landespolitik)
  • Material für die Vorbereitung des Moduls im Kurs (umfasst: Hinweise für geeignetes Text- und audiovisuelles Material) 
  • Durchführung des Rollenspiels „Wir machen Wahlkampf“ zur Annäherung an zuvor theoretisch erarbeiteten Konzepte der politischen Entscheidungsfindung und demokratischen Willensbildung  
Planspiel „Jugendbeteiligung jetzt!“ – Mitgestaltung in Theorie & Praxis

Das Modul setzt sich mit der politischen Beteiligung junger Menschen auseinander und beleuchtet diese im Kontext aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Verschiedene Formen der politischen Beteiligung werden dabei untersucht und im Rahmen eines Planspiels zur lokalen Jugendbeteiligung praxisnah reflektiert. So wird die Lebenswelt junger Menschen aktiv eingebunden, um ein tieferes Verständnis für ihre Beteiligungsmöglichkeiten und Herausforderungen zu gewinnen. Das Modul wird von der CIVIC GmbH begleitet, die das Planspiel mitkonzipiert haben und das Angebot didaktisch unterstützen. 

  • Von der CIVIC GmbH & der NRW School of Governance konzipiertes Planspiel zum Thema Jugendbeteiligung 
  • Politikwissenschaftliche Einordnung des Themenkomplexes politischer und gesellschaftlicher Beteiligung zur Reflexion der im Planspiel erprobten Inhalte 
  • Material für die Vorbereitung des Moduls im Kurs (umfasst: Hinweise für geeignetes Text- und audiovisuelles Material, Vorbereitung auf die Methode des Planspiels, Rechercheaufgabe zu den Gegenständen des Planspiels) 
  • Nach individueller Absprache: Einbindung einer/s ExpertIn aus der politischen Praxis mit Schwerpunkt Beteiligung/Jugendbeteiligung in die Reflexionsphase des Planspiels 
Politik & Medien – Medienkompetenz in Theorie & Praxis

Das Modul thematisiert den Zusammenhang von Politik und Medien und analysiert die Bedeutung sowie die Funktionen der Medien in politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen. In Arbeitsgruppen werden die Herausforderungen von Fake News und Desinformation im Rahmen der sozialen Medien erörtert und in den Kontext digitaler Transformation gesetzt. Welche Herausforderungen und Risiken für die Gesellschaft oder politische Diskurse daraus hervorgehen können, wird gemeinsam mit dem/der PraxisexpertIn kritisch reflektiert. Abschließend nähern die Schüler:innen sich den Inhalten in einer Gruppenarbeit, die in verschiedenen Rollen für die Erstellung, Identifizierung und Vorbeugung der Verbreitung von Desinformation sensibilisiert.  

  • Interaktive Sensibilisierung für die Erkennung und Bekämpfung von Fake News 
  • Umfassender Einblick in die Relevanz des gewandelten Mediennutzungsverhaltens sowie der politischen Komponente der Befassung mit Medien 
  • Austausch mit einer/m Praxisexpertin/en zur Bedeutung des Zusammenspiels von Politik und Medien in der Demokratie 
  • Material für die Vorbereitung des Moduls im Kurs (umfasst: Hinweise für geeignetes Text- und audiovisuelles Material) 

FAQ für Lehrkräfte

Wie wird die Verbindung zwischen politischer Praxis und den curricular verankerten Unterrichtsinhalten in den Modulen gewährleistet?

Wieso begleiten Praxisexpert:innen die Module?
Die Module sollen anwendungsorientiert gestaltet sein, um Politik erleb- und erfahrbar zu machen. Deshalb werden die Module stets mit ExpertInnen aus der politischen Praxis gestaltet, die die erarbeiteten Inhalte der Module einordnen, mit aktuellen politischen Ereignissen verknüpfen und sich mit den Schüler:innen zu ihren Fragen und Anregungen in einem informellen Rahmen austauschen.

Wie kann ich sicherstellen, dass die Module zu meinen Unterrichtsinhalten passen? 
Die Moduldurchführung in Ihrem Kurs kann individuell mit der Projektleitung der NRW School of Governance abgestimmt werden, sodass dieses eine sinnvolle Ergänzung zu den von Ihnen thematisierten Unterrichtsinhalten darstellt. Außerdem können die Praxisexpert:innen, die die Module begleiten, entsprechende Inhalte aus praktischer Perspektive aufgreifen und so eine Ergänzung zu den theoretisch erlernten Unterrichtsinhalten darstellen. 

Wie erfolgt die Anmeldung und Vorbereitung für die Teilnahme an den Modulen?

Wie kann ich mich für die Module anmelden? 
Die Anmeldung für die Module folgt per E-Mail. Bitte senden Sie eine E-Mail mit dem gewünschten Modul sowie den Angaben zum 1) gewünschten Termin, 2) der Jahrgangsstufe der Klasse/des Kurses, 3) der Gruppengröße sowie ggf. weiteren spezifischen Hinweisen zu Ihrer Anfrage an ana.alba-schmidt@uni-due.de. Bitte beachten Sie, dass Ihr Termin erst bestätigt ist, wenn Sie eine Rückmeldung auf Ihre Mail erhalten haben.

Ist es zeitaufwändig, die Moduldurchführung vorzubereiten, und wie gehe ich dabei vor?
Um den Vorbereitungsaufwand für die Lehrkräfte und SchülerInnen so gering wie möglich zu halten, stellen wir für jedes Modul vorab eine Vorbereitungsmappe bereit, die insbesondere Text- und audiovisuelles Material enthält. Das Material kann von den Lehrkräften im Vorfeld mit den Schüler:innen durchgearbeitet oder als Hausaufgabe mitgegeben werden. Wie genau das Vorbereitungmaterial verwendet wird, liegt im Ermessen der Lehrkraft – wir empfehlen die Durchsicht des Materials für eine erfolgreiche Moduldurchführung.

Die weiterführenden organisatorischen Absprachen werden zwischen der Lehrkraft und der Projektleitung der NRW School of Governance. Alle Unterlagen und Materialien werden von Seiten der Workshopleitung mitgebracht, sodass hier kein Mehraufwand zu erwarten ist. 

Was sind die konkreten Rahmenbedingungen der Module in Bezug auf Dauer, Durchführung und Auswahl?

Wie lange dauert ein Modul? 
Die Module können in einem Zeitfenster von mindestens 90 bis maximal 180 Minuten durchgeführt werden. Für das Planspiel „Jugendbeteiligung jetzt!“ (Modul 2) wird eine Dauer von mindestens 120 Minuten empfohlen. Zeitlich richten sich die Workshopleitungen nach den Unterrichtszeiten vor Ort.

Muss ich alle drei Module durchführen? 

Nein, alle Module sind individuell buchbar, sodass entweder nur ein oder alle drei Module in einem Kurs durchgeführt werden können. Bei der Durchführung von mehr als einem Modul eignet sich die Vereinbarung mehrerer Termine. Dies kann individuell für die jeweiligen Kurse vereinbart werden. 

Wie läuft ein Modul normalerweise ab? 
Die Module werden von der Projektleitung durchgeführt. Hierfür werden die jeweiligen Inhalte von einer Präsentation, die wichtige Informationen und Hintergründe vorstellt, begleitet. Alle Module beginnen mit einem interaktiven Start und umfassen dann verschiedene theoretische und praktische Phasen. Methodisch bedient sich das Modul 1 an der Durchführung eines Rollenspiels, Modul 2 an der Umsetzung eines Planspiels und Modul 3 an der Gestaltung eines interaktiven Workshops inkl. Gruppenarbeit. Die Gestaltung der Module ist damit unterschiedlich, aber in jedem Fall abwechslungsreich und interaktiv.

Welche Voraussetzungen müssen für die Durchführung der Module erfüllt sein?

Für welche Jahrgangsstufen sind die Module konzipiert? 
Die Module richten sich an SchülerInnen ab ca. 15 Jahren, sodass eine Durchführung idealerweise ab der Jahrgangsstufe 9 oder 10 möglich ist. Da das Planspiel „Jugendbeteiligung jetzt!“ (Modul 2) für maximal 22 Schüler:innen konzipiert ist, bieten sich hier in der Regel hauptsächlich Oberstufenkurse an.

Welche Materialen oder besonderen Voraussetzungen sollen von Seiten der Schule bereitgestellt werden? 
Von Seiten der Schule wird nicht viel benötigt: Die SchülerInnen benötigen eine stabile Internetverbindung (insbesondere für Modul 1 und 3), außerdem braucht es einen Raum mit ausreichend Platz und Stühlen sowie einem Beamer / einer digitalen Leinwand. Alle weiteren Materialien werden bereitgestellt.

Welche Erfahrungen haben andere Schulen bereits mit unseren Modulen gemacht?

Hier finden Sie einige Erfahrungsberichte anderer Schulen in der Region:

Sollten Sie Interesse an einem oder mehreren unserer Module haben, kontaktieren Sie uns gerne direkt per Mail. Wir stimmen die Durchführung anschließend individuell mit Ihnen ab.

Kontakt

Janna Schumann

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Politik geht an die Schulen – Demokratie mitgestalten und erleben“

janna.schumann@uni-due.de

Amelie Schwietering

Studentische Hilfskraft

amelie.schwietering@stud.uni-due.de