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NRW School of Governance mit neuer Leitung: Start von Prof. Dr. Andreas Blätte, Prof. Dr. Susanne Pickel und Dr. Kristina Weissenbach als Direktorium

Duisburg, 21. März 2025 – Die NRW School of Governance startet mit einer neuen Leitung in die Zukunft: Prof. Dr. Andreas Blätte, Prof. Dr. Susanne Pickel und Dr. Kristina Weissenbach wurden vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen als Direktorium der NRW School of Governance gewählt. Nach vielen Jahren an der Spitze gibt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte den Staffelstab weiter – bleibt der politischen Analyse und auch dem wissenschaftlichen Betrieb rund um die NRW School of Governance in Duisburg aber weiterhin als Direktor Emeritus verbunden.


Mit der neuen Leitung setzt die NRW School of Governance in Forschung, Lehre, Transfer und Innovation auf Kontinuität und neue Impulse. Programmatisch stellt sich die NRW School of Governance in ihrer neuen Phase den neuen Herausforderungen des demokratischen Regierens. Kommunikation und Partizipation sind für modernes Regieren in den großen Prozessen des gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Wandels in Deutschland und Europa entscheidend . Die NRW School of Governance erarbeitet Antworten auf aktuelle Fragen nach den Inhalten, Strukturen und Instrumenten, durch die Gesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, Medien oder Kultur von den Erkenntnissen der Forschung profitieren können. Sie trägt dazu bei, dass die Wissenschaft Fragen adressiert, die in der aktuellen Zeit für Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Medien, Schulen oder Unternehmen  herausfordernd sind.  Um die Widerstandskraft der Demokratie evidenzbasiert zu stärken erforscht, lehrt, vernetzt, kommuniziert und entwickelt das Team der NRW School of Governance gemeinsam mit politischen und gesellschaftlichen Akteuren Gestaltungswissen für die Praxis.

Parallel zum Wechsel in der Leitung der NRW School of Governance wurde das Förderer- und Kooperations-Netzwerk  ausgebaut. 

In der Lehre werden weiter praxisorientierte Formate und Instrumente des Masterstudiengangs Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung wie die Gastprofessur für Politikmanagement, jährliche Exkursionen nach Berlin und Brüssel oder Summer Schools und Redenschreiber-Wettbewerbe angeboten werden.    

Auch in der Kommunikation und im Wissenstransfer tut sich viel: Ein Relaunch verleiht der Homepage ein aktuelles Design. Austauschformate wie Policy Brunches, Gesprächs- und Weiterbildungsformate an der Schnittstelle von Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Medien oder Bildung werden in Duisburg, Düsseldorf, Berlin und Brüssel gepflegt. Es gibt mit Demokratielaboren, beispielsweise zum Thema Desinformation, neue Veranstaltungsformate.  Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Blätte, Prof Dr. Susanne Pickel und Dr. Kristina Weissenbach geht die NRW School of Governance damit als Kompetenzzentrum des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen für praxisorientierte Lehre und Weiterbildung, transdisziplinäre Forschung und innovativen Wissenstransfer bestens aufgestellt in die Zukunft.


Das neue Direktorium im Überblick


Prof. Dr. Andreas Blätte

Prof. Dr. Susanne Pickel
Dr. Kristina Weissenbach


Prof. Dr. Andreas Blätte, Professor für Public Policy und Landespolitik, forscht zu politischen Prozessen im Mehrebenensystem. Sein inhaltliches Interesse gilt der Migrations- und Integrationspolitik und den politischen Auseinandersetzungen in diesem Themenfeld. Methodisch entwickelt er Verfahren der Computational Social Science für große Textdaten. Mit Susanne Pickel stellt er die wissenschaftliche Begleitung des Demokratieberichts zur Lage der politischen Bildung in Nordrhein-Westfalen.

Prof. Dr. Susanne Pickel, Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft, beschäftigt sich mit Demokratie- und politischer Einstellungs- und Wahlforschung, Demokratieverständnissen und Demokratieunterstützung sowie Fragen der Responsivität von Parteien und Politikern gegenüber den Bürger:innen. Neue Beteiligungsformen, die den Bürger:innen mehr Raum in politischen Willensbildungsprozessen geben, bearbeitet sie in einem aktuellen Forschungsprojekt. Zu ihren Forschungsgebieten gehört auch die Analyse von Co-Radikalisierungsprozessen zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland. 

Dr. Kristina Weissenbach, Akademische Rätin und Vertretungsprofessorin für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft, widmet sich in ihrer Forschung Fragen von Institutionalisierung, Organisations- und Machtarchitekturen in Parteien, Regierungen und Koalitionen, der Politischen Partizipation, sowie der Politischen (Wahlkampf-)Kommunikation. In ihren Projekten wendet sie innovative Ansätze der transdisziplinären, co-kreativen Forschung und Citizen Science an. Aktuell forscht sie – auch im internationalen EU Horizon-Verbundprojekt ActEU – zu der Frage unter welchen Umständen Bürger:innen Politik, politischen Institutionen und Akteuren in Deutschland und Europa vertrauen.