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NABU NRW: Mit neuer Struktur in die Zukunft? – Frau Dr. Heide Naderer zu Gast in der NRW School

Die Transformation unserer Gesellschaft ist heute wichtiger denn je – Umweltverbände spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie vermitteln zwischen Bürgern, Politik sowie Wirtschaft, informieren die Öffentlichkeit, fördern den Dialog und setzen sich für nachhaltige Maßnahmen ein. Die Verbandsarbeit trägt gewichtig dazu bei, den politischen Alltag zu beeinflussen und diesen sogar zu dominieren – hierfür ist der Support der Anhängerschaft unabdingbar. Eine Sonderstellung übernimmt innerhalb dieses Prozesses die Landesvorsitzende des NABUs, Frau Dr. Heide Naderer, die im Rahmen des Masterseminars „Verhandeln, Vermitteln und Kommunizieren“ zu Gast an der NRW School of Governance war und sich den Fragen der Studierenden stellte.

Ein Bericht der teilnehmenden Studierenden

Verbandsarbeit als Wissenstransfer

Im Vordergrund des Austauschs stand die Frage nach dem Einsatz von Expertise im Umgang mit ökologischen Themen. Als wichtiges Bindeglied zwischen Politik und Wissenschaft, basiert die Verbandsarbeit auf dem Einsatz von Expertise und Wissen, um naturschutzrechtliche Zielmaßstäbe auf die politische Agenda zu bringen. Infolgedessen wird ein problemorientierter Austausch lanciert, bei dem aktives Zuhören und effektives Vermitteln von Informationen den Aufbau von wichtigen Netzwerken ermöglicht. Diese Strategie verhilft auch dem NABU dazu, seinen Anforderungen seit 1994 gerecht zu werden und wichtige Impulse zur ökologischen Transformation im politischen Raum bzw. der Gesellschaft zu verankern. Dabei nehmen die Aktivisten eine übergeordnete Stellung ein, denn sie repräsentieren einerseits einen Querschnitt der Allgemeinheit und tragen andererseits dazu bei, die Anliegen des NABUs in verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu etablieren. Durch die aktive Beteiligung und das Engagement der Mitgliederschaft können sohin Umweltbewusstsein und ökologische Verantwortung in der Öffentlichkeit nachhaltig gefördert werden.

Verbandsmitarbeit auf Augenhöhe 

Alle Verbände sind gleichermaßen auf ihre Anhängerschaft angewiesen, da sie das Fundament für ihre Arbeit und ihren Erfolg darstellen. So bringen sie nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch Engagement und Ideen ein, die die Aktivitäten sowie Projekte beleben und entscheidend zur Erreichung der Verbandsziele beitragen. Der NABU setzt sich aktiv für den Schutz der Natur und der Umwelt ein und ist in einem besonderen Umfang auf die Unterstützung seiner Anhängerschaft angewiesen. Diese tragen durch ihre ehrenamtliche Arbeit, Spenden und ihr Fachwissen entscheidend dazu bei, Kampagnen zum Schutz von Artenvielfalt und Lebensräumen umzusetzen. Der Naturschutzbund stellt zudem sicher, dass alle relevanten Informationen, wie zum Beispiel Projektergebnisse, finanzielle Berichte und strategische Pläne, für alle offen und zugänglich sind. Diese Transparenz schafft Vertrauen und gibt der Mitgliederschaft das Gefühl, Teil einer offenen Organisation zu sein.

Mitgliederakquise, Social Media & co – Ist der NABU zukunftsfähig?

In Zeiten von Social Media müssen neue Formate bespielt werden, die den Mitgliedernachwuchs und damit das Fortbestehen von Verbänden sicherstellen. Trotz der Sorge über diverse Anfeindungen in den sozialen Meeting-Places blickt Frau Dr. Naderer der Aufgabe aber gelassen entgegen: Durch vielfältige Ansätze wie beispielsweise Kooperationen mit Influencern oder interaktiven Formaten, versucht der NABU auf Social Media eine engagierte Gemeinschaft von Unterstützenden aufzubauen und diese kontinuierlich für die Belange des Naturschutzes zu sensibilisieren. Derzeit ist der NABU auf mehreren wichtigen digitalen Plattformen aktiv, darunter Facebook, Twitter, Instagram und YouTube – dies ermöglicht es ihm gezielter, ein breites Publikum zu erreichen und verschiedene (junge) Zielgruppen anzusprechen.