10 Jahre NRW School of Governance – Wissenschaftliches Symposium und Festakt mit Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert

Rund 250 Gäste waren zum Festakt ins Haus der Unternehmer gekommen

Am Mittwoch, den 4. Mai 2016, feierte die NRW School of Governance mit Freunden und Förderern ihr 10-jähriges Jubiläum. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten im Haus der Unternehmer bildete die Festrede von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert. Dieser verwies auf die junge aber sehr erfolgreiche Geschichte der NRW School of Governance und gratulierte dem gesamten Team um Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte für seine Erfolge in Forschung und Lehre.

Zuvor hatten sich die Duisburger Forscherinnen und Forscher mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland in einem wissenschaftlichen Symposium zum Themenkomplex „Regieren in der Einwanderungsgesellschaft“ ausgetauscht. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und Medien waren in die Räumlichkeiten der NRW School of Governance gekommen, um gemeinsam die neuen Herausforderungen von Migration und Integration zu analysieren. Nach einer Eröffnungsrunde mit mehreren Impulsen und einem Grußwort von Dr. Jürgen Rüttgers, Ministerpäsident a.D., ging es mit zwei Forenphasen weiter, in denen über die Folgerungen aus der neuen Einwanderung für Parteien, Wahlen und Kommunikation diskutiert wurde.

Dr. Norbert Lammert

Festrede von Bundestagspräsident  Prof. Dr. Norbert Lammert

Am Abend wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit über 250 Gästen im Haus der Unternehmer Duisburg fortgesetzt. Im Rahmen dessen begrüßten Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, der Rektor der Universität Duisburg-Essen Prof. Dr. Ulrich Radtke und der Direktor der NRW School of Governance Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die anwesenden Gäste. Im Mittelpunkt des Programms stand die Festrede von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert. In seiner Rede analysierte Lammert das Verhältnis von Politik und Wissenschaft. Während die Wissenschaft einen Wahrheitsanspruch verfolge, konzentriere sich die Politik auf den Geltungsanspruch und dieses Verhältnis sei nicht immer frei von Konflikten. Außerdem warb er für die parlamentarische Demokratie, die jedoch nicht unter Denkmalschutz stünde, sondern immer wieder erklärt und verteidigt werden müsste.

Der Abschlussjahrgang der NRW School of Governance erhält seine Urkunden

Übergabe der Urkunden

In dem anschließenden Wissenschaftsgespräch diskutierte Moderator Gert Scobel (3sat/ZDF) mit Prof. Dr. Norbert Lammert, Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und dem Präsidenten des American Institute for Contemporary German Studies (AICGS), Dr. Jackson Janes, über „Entscheiden unter Bedingungen von Komplexität“.

Den Abschluss der abendlichen Feierlichkeiten bildete die Urkungenvergabe an die diesjährigen Absolventen des Masterstudiengangs „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“ von Prof. Dr. Nicolai Dose und Prof. Dr. Andreas Blätte. Die Förderpreise der Stiftung Mercator wurden von Prof. Dr. Christoph Bieber und Rüdiger Frohn überreicht und gingen an die Studierenden Denes Kücük (beste Gesamtnote) und Vanessa Pudlo (beste Masterarbeit). Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator, betonte, dass gerade die NRW School of Governance die Förderung der Stiftung erhalte, da Übereinstimmung in der Einschätzung bestehe, dass exzellente Lehre und Forschung in den Raum öffentlicher Hochschulen gehöre.

Die NRW School of Governance bedankt sich bei allen Gästen für einen feierlichen und stimmungsvollen Abend und insbesondere bei Förderern und Partnern, welche die vergangenen 10 Jahre möglich gemacht haben, und freut sich auf die kommenden 10 Jahre.

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