Promotionsprogramm der WAZ Mediengruppe

WAZMediengruppe.svgMedien und Politik – die Relevanz einer Schnittstelle akzentuieren – Das Promotionskolleg der NRW School of Governance ermöglicht es Promovenden, Fachkompetenzen in moderner Regierungslehre und Politikmanagement zu erwerben, die für fundierten politischen Journalismus unerlässlich sind.

Politisches Handeln in Demokratie ist auf Legitimation durch die Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Legitimation erhalten politische Akteure vor allem durch Kommunikation, die über Massenmedien vermittelt wird. Diese Vermittlungsleistung weist Zeitungen, Fernsehen und zunehmend auch internetbasierten Medien eine zentrale Rolle in politischen Entscheidungsprozessen zu.

Massenmedien sammeln und selektieren politische Informationen. Sie interpretieren und beurteilen das politische Geschehen. Sie liefern für die Bürger wichtige Maßstäbe zur Bewertung politischer Akteure, einzelner Entscheidungen und des politischen Systems insgesamt.

Funktionen und Aufgaben der Medien, des Journalismus und der Berichterstattung haben sich jedoch in Zeiten der Krise der politischen Repräsentation und mit dem Aufkommen neuer Technologien gewandelt. Elektronische Medien und innovative Vermittlungsformate binden oftmals mehr Publikum als klassische Formate. Dies stellt neue Anforderungen an den politischen Journalismus, aber auch an Parteien und politische Institutionen.

Das WAZ Promovendenprogramm dient dazu, diesen Funktions- und Aufgabenwandel der Medien NRW-spezifisch und systematisch zu analysieren und bietet zugleich hochqualifizierten Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen die Chance, in nur zwei Jahren, eine erfolgreiche Promotion in Kontext dieser Themengebiete abzuschließen.

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2010

Dipl.-Soz.-Wiss. Marvin Bender
„Interessen aus dem Social Web – Zur politikberatenden Funktion einer vernetzten Öffentlichkeit im Prozess der politischen Entscheidungsvorbereitung“

Dipl.-Pol. David Goertz, M.A.
„Deliberation durch Online-Kommunikation? Potenziale und Grenzen des Internets bei der Konstituierung deliberativer Demokratiemodelle“