Wer wir sind

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte - Direktor der NRW School of Governance

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte – Direktor der NRW School of Governance

von Univ. Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte

Die NRW School of Governance ist eine Professional School an der Universität Duisburg-Essen. Am Institut für Politikwissenschaft verortet, stellt sie eine Initiative zur Exzellenzförderung in Nordrhein-Westfalen dar. Die Professional School ist durch Joint Appointments interdisziplinär aufgestellt. Neben  Sozial- und Verwaltungswissenschaftlern sind Juristen, Kommunikationswissenschaftler und Ökonomen in das Lehr- und Forschungsprogramm eingebunden. Modernes Gestaltungswissen bietet die Governance School als Antwort auf die Transformation von Staatlichkeit. Das gilt symbolisch verdichtet für die politischen Räume: Ruhrgebiet, Düsseldorf, Berlin und Brüssel.

Die Tätigkeiten lassen sich in drei Teilbereiche, den Ausbildungs-Trias der NRW School of Governance, untergliedern:

  1. Der Masterstudiengang „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“, Sicherstellung der Anwendungsorientierung im Studienangebot.
  2. Promotionskolleg und Postgraduierten-Programme
  3. Qualifizierungsbereich und Weiterbildungskomponenten

Ein gemeinsamer Standard verbindet eine Vielzahl von Governance-Schulen: Die Erkenntnis, wie wichtig die Verbindung von Theorie und Praxis, das Zusammenwirken von wissenschaftlicher Expertise und praxisorientierten Elementen sind. Zunächst fühlen wir uns den Kriterien fachübergreifender wissenschaftlicher Exzellenz (z.B. DFG Standards) verbunden, diese sind eindeutig. Drei Bereiche werden stets hervorgehoben: Die Qualität der Forschung, der Anteil der Nachwuchsförderung und der Wissenstransfer in andere gesellschaftliche Bereiche.

Mit der Anbindung an das Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen bietet sich uns ein Fundament unterschiedlicher politikwissenschaftlicher Theorien und Forschungsperspektiven sowie mittlerweile fest etablierter Studienangebote, sodass insbesondere die ersten beiden Kriterien erfüllt sind. Die NRW School of Governance erweitert dieses Fundament nun um eine anwendungsorientierte Perspektive. Folgende Kriterien legen wir bei unseren Tätigkeiten zugrunde:

Wissenschaftlich reflektierter Praxisbezug

Akademische Exzellenz und professionelle Orientierung bedürfen im Verständnis von anwendungsorientierter Forschung immer eines konkreten Bezuges zu potenziellen Berufsfeldern. Wenn der Zweck ein Wissenstransfer und die Verbesserung von Public Policy sein sollen, sollte über die Vernetzungsintensität und Vernetzungsqualität auch ein Wirken in die politische Gemeinschaft ablesbar sein. Mit den Kooperationspartnern, oder angeleitet durch sie, können Forschungen zu politischen Problemlagen abgeleitet werden. Der Anwendungsfall drückt sich darin aus, dass ein strikt wissenschaftlich reflektierter Praxisbezug sowohl die Theorien als auch die Methoden der Analyse prägt.

Vernetzung zu Entscheidungsträgern und politischen Institutionen

Forschungen zur Politikberatung setzen Anwendungsbezug und die Vernetzung in die politische Praxis elementar voraus. Exzellenzkriterien sind hier Anzahl, Umfang und Nachfrager von Beratungsleistungen sowie die Vernetzung mit berufsfeldspezifischen Institutionen (Regierungsinstitutionen, Parlamente, internationale Organisationen und Nicht-Regierungsorganisationen, Verbände, Parteien, Agenturen, Think Tanks etc.). Durch entscheidungsnahe wissenschaftliche Politikberatung wird Expertise gewonnen, die unser Ausbildungscurriculum enorm bereichert.

Wissenstransfer und öffentliche Reputation

Wer anwendungsbezogen forscht, hat auch die außeruniversitäre Öffentlichkeit im Blickfeld. Insofern bedeutet Exzellenz auch Veröffentlichung in Reihen und Bereichen von hoher öffentlicher Wahrnehmung und Wirksamkeit. Die Vermittlung forschungsbasierter Informationen an Nichtfachleute, nicht-forschende Organisationen und die außeruniversitäre Öffentlichkeit ist hierbei zu bewerten. Wissenschaftler haben eine Transmissionsaufgabe zur Übersetzung von Forschungsergebnissen. Die Teilnahme am öffentlichen Diskurs wird als akademische Leistung anerkannt.

Drittmittelakquise und Matching-Funds

Wer wie wir anwendungsbezogen forscht, braucht Drittmittel aus Unternehmen, Unternehmens-Stiftungen, Ministerien etc. Exzellenz orientiert sich an der Breite und Exklusivität der eingeworbenen Mittel in Bezug auf den konkreten Verwertungskontext, an Effizienz sowie praxisrelevanter Funktionalität. Zudem gewährleisten wir durch Matching-Funds und eine Reihe unterschiedlicher Förderer wissenschaftliche Unabhängigkeit.

Die NRW School of Governance nimmt in ihrer Struktur das Spannungsverhältnis von Theorie und Praxis auf: gleichzeitige Einbindung von Praktikern und Wissenschaftlern in gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte sowie akademisch hochwertige Vermittlung („forschend lehren“!). Ein weiteres Qualitätskriterium ist der Erfolg der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt. Wir verfolgen keine grundlagentheoretischen, sondern sachproblemorientierte Fragestellungen. In der forschungsgeleiteten Bearbeitung werden jedoch höchste wissenschaftliche Standards eingehalten.

Anbindung an die Fakultät für Gesellschaftswissenschaften und das Institut für Politikwissenschaft

Das Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen, als größtes politikwissenschaftliches Institut in Nordrhein-Westfalen, bietet eine große Bandbreite an Forschungsfeldern und Lehrangeboten sowie ein ausgewogenes Verhältnis von fachlicher Breite und Spezialisierung. Neben einem grundständigen Bachelor-Programm stellt das Institut inzwischen drei Master-Programme bereit, die mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten – „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“, „Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik“ und „Development and Governance” (DAAD-Master) – ein umfangreiches Angebot bieten. Diese fachliche Breite verbindet sich mit der Profilbildung in den Bereichen „Global, Regional and Modern Democratic Governance“. Das Institut für Politikwissenschaft gehört neben dem Institut für Soziologie, dem Forschungsinstitut für Entwicklung und Frieden (INEF) und dem Forschungsinstitut Arbeit und Qualifikation (IAQ) zur Fakultät für Gesellschaftswissenschaften. Die Fakultät für Gesellschaftswissenschaften zeichnet sich durch ein breites Forschungsspektrum mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten für Studierende aus. Sie zählt mit ca. 190 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, darunter 29 Professorinnen/Professoren und ca. 160 wissenschaftliche Mitarbeitern, 35 weiteren Beschäftigten und über 3.500 Studierenden zu einer der größten sozialwissenschaftlichen Fakultäten bundesweit.

Ansprechpartner

Markus HoffmannDipl.-Soz.-Wiss. Markus Hoffmann

Geschäftsführung der NRW School of Governance
Tel.: +49 (0) 203/379-1302
Mail: markus.hoffmann@uni-due.de