Pluralismus statt Populismus – Die Medien und der Rechtspopulismus

Jan Philipp Thomeczek promoviert aktuell zum Thema Populismus an der NRW School of Governance

Philipp Thomeczek sieht in den Sozialen Medien genau das, was Populisten lange gesucht haben: ein Instrument zur Umgehung der Massenmedien. Ironischerweise sind aber jene Massenmedien besonders vom Populismus abhängig. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte hingegen versuchen Gegenakzente zu setzen und dem Druck des Populismus nicht nachgeben.

Das Label „Populismus“ erfreut sich spätestens seit den spektakulären Landtags- und Europawahlerfolgen der AfD auch in Deutschland größter Beliebtheit. Häufig bleibt es jedoch bei vagen Andeutungen, wer oder was damit gemeint ist. Manuel Müller spricht von Nationalpopulisten und nimmt dadurch eine sinnvolle Eingrenzung vor. Doch es gibt Elemente, die sich in allen populistischen Bewegungen wiederfinden. In der Forschung hat sich ein Konsens herausgebildet, dass Populismus aus drei miteinander verbundenen Aspekten besteht. (mehr …)

Land of the Free and Home of the Brave? Karl-Rudolf Korte begleitete die US Election vor Ort

Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte vor dem Weißen Haus in Washington, D.C.

Gemeinsam mit anderen Wahlforschern verbrachte Karl-Rudolf Korte eine Woche in den USA und begleite die letzte Phase des Wahlkampfes vor Ort. In Washington analysierte und diskutierte man die Herausforderungen für den neuen US-Präsidenten, die Konsequenzen aus dem polarisierenden Wahlkampf für Politik und Gesellschaft, kommende innen- und außenpolitischen Themen für die neue Regierung und Lehren, die Europa aus dem Wahlkampf ziehen sollte.

Der vergangene Wahlkampf hat gezeigt: Amerika ist gespalten und die Spaltung des Landes ist vielschichtig. Befürworter von wirtschaftlichen und sozialen Reformen stehen Bürgern gegenüber, deren Amerika radikaler, religiöser und reaktionärer ist. Der Umgang mit dem Thema Globalisierung und dessen Auswirkungen ist wohl ein zentrales Thema, welches den neuen Präsidenten der USA beschäftigen wird. Sind die US-Amerikaner prinzipiell vor allem die Gewinner der Globalisierung, gilt das aber nicht für alle. Diejenigen, deren Jobs heute in China sind fühlen sich abgehängt und vergessen von der Politik. (mehr …)

Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt „Kommunikationsstress im Ruhrgebiet: Die Gesprächsstörung zwischen Politikern, Bürgern und Journalisten“

Die repräsentative Demokratie steht und fällt mit der Qualität ihrer Öffentlichkeit. In der Euro- und Flüchtlingskrise verfestigte sich in breiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck, dass Medien ein Zerrbild der Realität darstellen – die Skepsis gegenüber Politikern und Journalisten steigt. Dieses Klima erweckt den Eindruck einer nie dagewesenen Gesprächsstörung zwischen Politikern, Bürgern und Journalisten.

Zum Kick-Off des neuen Kooperationsprojekts zwischen der Brost-Stiftung und der NRW School of Governance waren über 60 Gäste gekommen. Zur Begrüßung erläuterte Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte die Hintergründe des Projekts und bedankte sich bei der Brost-Stiftung für die Unterstützung. In Zeiten, in denen unser Gesellschaftsmodell unter Druck steht, sei es wichtiger denn je mehr über die Kommune als Basiscamp der Demokratie zu erfahren, so Korte. (mehr …)

Ausstellung am Campus Duisburg und Online-Galerie: „Von Kohle, Krisen und Reformen – Schlüsselentscheidungen der NRW-Parlamentsgeschichte“

Von Kohle, Krisen und Reformen70 Jahre NRW – aus diesem Anlass präsentiert die NRW School of Governance eine Posterausstellung, die von Studierenden gestaltet wurde. Die Ausstellung würdigt politische Meilensteine der nordrhein-westfälischen Landesgeschichte. Vom 21. Oktober bis 27. November 2016 können Interessierte die Ausstellung in der Universitätsbibliothek am Campus Duisburg besuchen. In unserer Galerie können Sie sich auch online einen Eindruck der Ausstellung verschaffen.

Die Plakate präsentieren anschaulich und verständlich die Gründungsgeschichte des Bundeslandes, die Bedingungen des Parteienwettbewerbs im Land sowie die zentralen, politischen Schlüsselentscheidungen seit seinem Bestehen. Die Plakate zeugen von der beeindruckenden Geschichte des größten Bundeslandes und vermitteln den Kern des nordrhein-westfälischen Landesbewusstseins.

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Klausurtagung an der Ruhr-Universität Bochum

Im Gespräch: Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und Fritz Eckenga

Im Gespräch: Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte und Fritz Eckenga

Raum und Zeit für die Diskussion aktueller Forschungsprojekte im Rahmen einer Klausurtagung bot sich dem Team der NRW School of Governance in diesem Jahr an der Ruhr-Universität Bochum. Bei dem „Strategie-Treffen der NRW School of Governance. Eine Qualitätskonferenz der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften“ stand vor allem die Qualität von Lehre und Forschung an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften im Mittelpunkt.

Die Suche nach innovativen Ideen für die Verbindung von Forschung und Lehre führte zu einem anregenden Austausch. Eines der Highlights im Rahmen der Klausurtagung stellte die Gesprächsrunde mit dem Kabarettisten, Autor und Kolumnist Fritz Eckenga zum Thema „Politische Kultur im Ruhrgebiet“ dar. (mehr …)

Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt „Kommunikationsstress im Ruhrgebiet: Die Gesprächsstörung zwischen Politikern, Bürgern und Journalisten“

Brost StiftungDie repräsentative Demokratie steht und fällt mit der Qualität ihrer Öffentlichkeit. In der Euro- und Flüchtlingskrise verfestigte sich in breiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck, dass Medien ein Zerrbild der Realität darstellen – die Skepsis gegenüber Politikern und Journalisten steigt. Dieses Klima erweckt den Eindruck einer nie dagewesenen Gesprächsstörung zwischen Politikern, Bürgern und Journalisten.

Gerade das Ruhrgebiet scheint angesichts seiner sozialen und kulturellen Vielfalt und der damit verbundenen Problemlagen besonders sensibel für diese demokratische Verfallserscheinung. Aber wie ist die Einstellung der Bevölkerung des Ruhrgebiets zu ihren Politikern und Journalisten tatsächlich und welche Lösungsansätze für journalistische Praxis und Politikmanagement ergeben sich daraus? Das zweijährige Kooperationsprojekt „Kommunikationsstress im Ruhrgebiet“ der Brost Stiftung und der NRW School of Governance wird diesen Fragen nachgehen. (mehr …)

Abschlusspräsentation des TalentKollegs Ruhr am 20. Oktober 2016

Im Sommerssemester engagierten sich sechs Dozierende der NRW School of Governance im Teilprojekt „Smart for Study“ des TalentKollegs Ruhr. Das TalentKolleg ist ein gemeinsames Projekt der Universität Duisburg-Essen, der Fachhochschule Dortmund und der Westfälischen Hochschule und wird von der Stiftung Mercator gefördert. Im Starterpaket „Smart for Study“ wird zugewanderten Akademikern ein sechsmonatiges Qualifizierungsprogramm geboten, das ihnen einen schnelleren Einstieg in ein Studium in Deutschland ermöglichen soll.

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Prof. Dr. Christoph Bieber erneut in den WDR-Rundfunkrat gewählt

Prof. Dr. Christoph Bieber wird erneut im WDR-Rundfunkrat vertreten sein

Der Inhaber der Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft wurde vom nordrhein-westfälischen Landtag wieder in den Rundfunkrat des WDR gewählt.

Seit 2013 ist Prof. Dr. Bieber Mitglied im Rundfunkrat. Die Piratenfraktion im Landtag hatte die Position ausgeschrieben und sich am Ende dieses Verfahrens für den Professor der NRW School of Governance entschieden.

Die Amtsperiode für den neuen Rundfunkrat beginnt am 2. Dezember. Nach der Novellierung des WDR-Gesetzes wird der zukünftige Rundfunkrat 60 statt bisher 49 Mitglieder haben, um mehr gesellschaftliche Gruppe abbilden zu können. Der Rundfunkrat hat den Auftrag, dass die Rundfunkanstalten ihren gesetzlichen Auftrag im Interesse der Meinungsbildungsfreiheit wahrnehmen. Darüber hinaus hat er wichtige Kontroll- und Beschlussfunktionen, wie z.B. die Wahl der Intendantin/des Intendanten.

Weitere Informationen über den Rundfunkrat, seine Aufgabenfelder und die Zusammensetzung des Gremiums finden sie hier.

Wir lesen: „Missionieren für die Demokratie“

Gastbeitrag für das Online-Magazin des DGB 'gegenblende': Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte

Gastbeitrag für das Online-Magazin des DGB ‚gegenblende‘: Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte

In einem Gastbeitrag für das gewerkschaftliche Online-Magazin des DGB fordert Karl-Rudolf Korte dazu auf für die Demokratie zu missionieren, denn unsere Demokratie ist mehr denn je in Bewegung: Ein Jahr vor der Bundestagswahl zieht die AfD ein ums andere Mal in die Landtage des Landes ein und der heutige Parteienwettbewerb erinnert an 2009.

Auch damals profitierten die kleinen Parteien von der Großen Koalition, insbesondere die rechtspopulistische AfD ist Nutznießerin und zog in die Landtage von Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und zuletzt Mecklenburg-Vorpommern. Was sind die Gründe dafür? Eine gestörte Gesprächsatmosphäre zwischen Politik und Bürgern, fehlendes Verständnis für die Politik von Angela Merkel, eine bürgerliche Mitte geplagt von Status-Ängsten oder veränderte kommunikative Rahmenbedingungen durch neue Medien, die Konjunkturen des Verdachts fördern und Echo-Kammern voller Gleichgesinnte füllen? (mehr …)

Die NRW School of Governance trauert um die ehemalige Gastprofessorin Prof. Dr. Jutta Limbach

Gastprofessorin Jutta Limbach referierte im Januar 2014 zum Thema: „Ist die Bundesrepublik Deutschland eine Richter-Republik?“

Am Samstag verstarb die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. Jutta Limbach im Alter von 82 Jahren in Berlin friedlich im Kreis ihrer Familie.

Die Berliner Juristin, Senatorin und Verfassungsrichterin hatte im Wintersemester 2014/15 die Gastprofessur für Politikmanagement der Stifung Mercator inne. In mehreren Seminaren und einer öffentlichen Vorlesung hat sie Dozenten, Mitarbeiter und Studierende der NRW School begeistert. „Sie war eine kluge und mitreißende Gesprächspartnerin, in der Sache streitbar, Neuem gegenüber offen und in den Diskussionen immer präzise“ erinnert sich Prof. Dr. Christoph  Bieber, der das Lehrprogramm an der NRW School koordiniert hatte. (mehr …)