Karl-Rudolf Korte analysiert die Ergebnisse der NRW-Wahl im „ZDF-Wahlspezial“

Karl-Rudolf Korte zu Gast im 'ZDF-Wahlspezial'. (c) ZDF

Karl-Rudolf Korte zu Gast im „ZDF-Wahlspezial“. (c) ZDF

Mit dem Ergebnis der gestrigen NRW-Wahl hat die SPD den Pflichtsieg im Heimatland der deutschen Sozialdemokratie verpasst. Dennoch geht davon, nach Karl-Rudolf Korte, kein zwingender Bundestrend aus.

Die SPD muss ab Montag wieder bei Null anfangen und ein Konzept an den Start bringen, das deutlich die Inhalte und Ziele der Partei vermittelt, beispielsweise über eine Kritik an dem „Weiter so“-Konzept der Union. Entgegen aller historischen Trends konnte die CDU als Kanzler-Partei Wählerstimmen hinzugewinnen. Dies sei mit den Wahlen im Saarland und Schleswig-Holstein ein Aufwind für Merkel, dennoch könne  von einem Bundestrend noch nicht die Rede sein, so Korte.

Der Rücktritt von Hannelore Kraft muss für die SPD der Beginn einer neuen Mobilisierungsstrategie für den Bund sein. Statt „Wohlfühl-Wahlkampf“ wie in Nordrhein-Westfalen sei eine aktive und konfrontative Wahlkampfstrategie für die Bundestagswahl nötig.

Den Erfolg der FDP bezeichnet Karl-Rudolf Korte als ungewöhnlich, da durch den „Sog der Mitte“ in der Regel eher die größeren Parteien Zugewinne verzeichnen. Wäre der Wahlkalender ein anderer gewesen und hätte Wolfgang Kubicki, eine weitere Parteigröße neben Lindner, nicht den wichtigen Erfolg bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein eingefahren, wäre der Rückenwind der FPD auch in NRW schwächer gewesen.

Die Analyse der NRW-Wahl von Karl-Rudolf Korte (ab Minute 14:28 sowie 1:10:00) ist online in der Mediathek des ZDF verfügbar.

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