„Politik geht an die Schule“ geht mit überarbeitetem Konzept ins Projektjahr 2016

Das Modul „Parteien und Wahlen“ machte im Rahmen des Programms „Politik geht an die Schule" Station.

Das Modul „Parteien und Wahlen“ machte im Rahmen des Programms „Politik geht an die Schule“ Station.

Was macht ein gutes Wahlprogramm aus? Mit welchem Slogan macht man Wählerinnen und Wähler auf sich aufmerksam? Mit diesen und ähnlichen Fragen setzten sich zum Projektauftakt 2016 am Montag, dem 15.02.2016 die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasiums in Düsseldorf auseinander.

Auf dem Stundenplan stand das Modul „Parteien und Wahlen“, das im Rahmen des Programms „Politik geht an die Schule“ Station machte. Das von der NRW School of Governance erstellte Qualifizierungsprogramm, das von der Sparda-Bank West gefördert wird, besteht noch aus zwei weiteren Modulen (Politik und Regieren, Politik und Medien), in welchen Politik für Schülerinnen und Schüler erlebbar wird.

Dieses Ziel wurde durch einen abwechslungsreichen Aufbau der Veranstaltung erreicht. Die Dozentin Dr. Kristina Weissenbach war nicht allein nach Düsseldorf gekommen, sondern hatte mit Lucas Risse, dem stellvertretender Bürgermeister der Stadt Monheim und Mitglied der PETO Partei, einen echten Praktiker dabei. So war eine anschauliche Verbindung von Theorie und Praxis möglich.

Zunächst erarbeitete Frau Dr. Weissenbach mit dem Kurs anhand einer Karikatur das Verhältnis von Parteien und Wahlberechtigten. Anschließend wurde der Frage nachgegangen, welche Funktionen der Wahlkampf im politischen Prozess erfüllt und welche Phasen sich identifizieren lassen. Mit diesem Wissen ging es an die praktische Arbeit: In vier Gruppen aufgeteilt, sollten die Schülerinnen und Schüler einen Wahlkampf vorbereiten und durchführen. Es gab viel zu tun: Ein Wahlprogramm musste erstellt, Parteiämter verteilt werden und schließlich brauchte jede Gruppe einen Parteinamen und einen griffigen Slogan. So präpariert konnten sich die neuen Parteien in die argumentative Auseinandersetzung mit ihren Mitbewerbern für die nächste Kommunalwahl begeben.

Die Aufgabenstellung kam gut an, die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer waren bei der Kreation von Parteinamen und Slogans außerordentlich kreativ: „Lokal Sozial – Wir denken mit“, „Freude im Leben – Wir verbessern Ihre Lebensqualität“, Die „Freie Schülerpartei – Bildung durch Fortschritt“ und „Socii – Das WIR zählt“ waren die beachtlichen Resultate nach gruppeninterner Einigung.

Auch in den Wahlkampfprogrammen formulierten die neuen Parteien ihre Ziele versiert. Die gestellten Forderungen waren thematisch breit gestreut. Angefangen von Änderungen in der Schule (Wiedereinführung der G9, Handynutzung auf dem Gelände) über neue Freizeitmaßnahmen (Graffiti Hall of Fame, Schwimmbadausbau) gab es auch Vorschläge, die für Erwachsene genauso wichtig sein dürften, wie z. B. ein ausgeweitetes ÖPNV Netz, ein ausgebautes City-W-Lannetz und ein grüneres Stadtbild.
Nachdem die Spitzenkandidaten ihr jeweiliges Programm vorgestellt hatten, waren die anderen gefordert, die Aussagen kritisch zu hinterfragen und die Kandidaten zur Verteidigung ihrer Vorhaben zu zwingen.

In der Expertendiskussion mit Lucas Risse konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Wahlprogramme auf die Praxisprüfung stellen. Es entwickelte sich eine lebhafte, aber sachliche Diskussion, die man sich von manch „echter“ politischer Debatte wünschen würde.

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