„Ungeahnte Solidarität“ – Europäischer Zusammenhalt in der Krise

Klaus Hänsch, Michael Kaeding und Niko Switek (v.l.n.r.) diskutierten am 5. Mai 2015 über Thesen und Erkenntnisse aus "Die Europawahl 2014".

Klaus Hänsch, Michael Kaeding und Niko Switek (v.l.n.r.) diskutierten am 5. Mai 2015 über Thesen und Erkenntnisse aus „Die Europawahl 2014“.

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Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Klaus Hänsch war am 5. Mai 2015 zu Gast an der NRW School of Governance, um mit Prof. Dr. Michael Kaeding und Niko Switek über Thesen und Erkenntnisse aus ihrem Buch „Die Europawahl 2014“ zu diskutieren.

Während das Wahlergebnis in Großbritannien neue Spekulationen über die Zukunft der EU anstößt, hob der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Prof. Dr. Klaus Hänsch bei einer Diskussionsveranstaltung zu einem Jahr Europawahl an der NRW School of Governance vor allem positive Aspekte hervor. Trotz aller Konflikte um den Umgang mit Griechenland sei im Verlauf der Eurokrise eine Solidarität der Mitgliedstaaten untereinander praktiziert worden, die in seiner ersten Amtszeit als Europaabgeordneter noch jenseits aller Vorstellungskraft lag. Mit seiner dreißigjährigen Parlamentserfahrung gelang es Hänsch überzeugend, die ihm von den Moderatoren der Runde, Michael Kaeding und Niko Switek, präsentierten Thesen aus ihrem Band zur Europawahl 2014 in längerfristige Entwicklungslinien einzuordnen. Gerade zu der viel diskutierten Neuerung der Aufstellung von Spitzenkandidaten konnte er viel beitragen, da Hänsch als Mitglied des Ausschuss zu institutionellen Fragen und des Präsidiums des Verfassungskonvent selbst mit an der entsprechenden Formulierung gefeilt hatte.

 

Logo Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Universität Duisburg-EssenLetztlich stufte aber auch Hänsch die europäische Integration nicht als Selbstläufer ein – wie bislang bleibe der Entwicklungspfad offen und die Akteure auf europäischer Ebene seien gefordert, für ihre Vorstellung eines geeinten Europas Mehrheiten in den Mitgliedstaaten zu gewinnen.

Ein großer Dank geht an die Fakultät für Gesellschaftswissenschaften und die Duisburger Universitätsgesellschaft, deren finanzielle Unterstützung die öffentliche Veranstaltung ermöglichte.

 

Die Europawahl 2014Michael Kaeding, Niko Switek (Hrsg.)

Die Europawahl 2014. Spitzenkandidaten, Protestparteien, Nichtwähler

Springer VS 2015 29,99 €

eBook 22,99 €

ISBN: 978-3-658-05737-4

407 Seiten

 

 

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