Politikwissenschaftler der NRW School of Governance nehmen an der Tagung „Entscheidungen und Perspektiven: Das Wahljahr 2013“ in Tutzing teil.

Karl-Rudolf Korte referierte auf einem Panel zur Dynamik des deutschen Parteiensystems.

Karl-Rudolf Korte referierte auf einem Panel zur Dynamik des deutschen Parteiensystems.

Was entschied die Bundestagswahl 2013? Waren es die Themen, die Personen oder doch der Wahlkampf? Und welche Entwicklungen sind für künftige Wahlen zu erwarten? Diese und andere Fragen wurden auf der Tagung an der Akademie für politische Bildung in Tutzing diskutiert.

Das Wahlergebnis scheint, so der Grundtenor der Tagung, vor allem der Union Recht zu geben. Angesichts einer verbreiteten Stimmung der „sorgenvollen Zufriedenheit“ hatte sie auf Kontinuität und Sicherheit gesetzt – „keine Experimente!“ lautete die Kernbotschaft ihres „Weiter-so-Wahlkampfs“. Der Amtsbonus der Kanzlerin zahlte sich aus. „Sie kennen mich“ – mit dieser affektiven Wähleransprache brachte Angela Merkel die Unions-Strategie im TV-Duell auf den Punkt. CDU und CSU profitierten aber auch nicht zuletzt von der Schwäche der anderen. Die Sozialdemokraten konnten mit ihrem Spitzenkandidaten Peer Steinbrück, der das Programm nicht authentisch zu verkörpern vermochte, der Union wenig entgegensetzen. Von den kleinen Parteien konnte nur Die Linke mit ihrem Markenkern – soziale Gerechtigkeit, Frieden und Sozialprotest – die Wähler überzeugen. Das zeigten die Beiträge der Referenten aus demoskopischer, kommunikationswissenschaftlicher und politikwissenschaftlicher Sicht deutlich.

Auf dem Programm stand auch ein Panel mit Duisburger Beteiligung: Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte referierte zu dem Thema „Nach den Wahlen ist … – Die Dynamik des deutschen Parteiensystems“.

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